Instandsetzung eines Antonov An-2 Anlassers nach Ausfall

Schadensbild

Bereits bei der Zerlegung zeigte sich ein erhebliches Schadensausmaß, das den vollständigen Funktionsverlust erklärte:

  • Das M6-Gewinde am Kern des Elektromagneten war ausgerissen

  • Dadurch kam es zu unzureichendem Kraftschluss und erhöhtem Übergangswiderstand

  • In der Folge überhitzte die Spule des Elektromagneten

  • Die Überhitzung führte zu:

    • thermischer Schädigung der Wicklung

    • zusätzlicher mechanischer Beschädigung

  • Der Elektromagnet war nicht mehr schaltfähig – der Anlasser fiel komplett aus

Durchgeführte Instandsetzungsarbeiten

Aufgrund der sicherheitsrelevanten Funktion des Anlassers wurde die Baugruppe vollständig zerlegt und fachgerecht instand gesetzt:

Elektromagnet:

  • Entfernen sämtlicher beschädigter und thermisch geschädigter Lötverbindungen

  • Neu verlöten aller elektrischen Anschlüsse

  • Mechanische Instandsetzung der beschädigten Bauteile

  • Reparatur des ausgerissenen M6-Gewindes mittels Gewindeeinsatz

  • Konforme Montage aller Komponenten gemäß Bauzustand

Anlassermotor:

  • Kollektor abgedreht, um Brandstellen, Riefen und Unrundheit zu beseitigen

  • Kohlebürsten erneuert und neu eingeschliffen, um eine gleichmäßige Stromübertragung sicherzustellen

Abschluss und Ergebnis

Nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten wurde der Anlasser wieder zusammengebaut und geprüft. Die Funktionsprüfung zeigte:

  • Einwandfreies Schaltverhalten des Elektromagneten

  • Keine thermischen Auffälligkeiten unter Last

  • Ruhiger, gleichmäßiger Lauf des Anlassermotors

  • Wiederherstellung der vollen Einsatzfähigkeit

Fazit

 

Der Anlasser zeigte, wie ein zunächst mechanischer Defekt – ein ausgerissenes Gewinde – im Betrieb zu einem schlagartigen Ausfall führen kann. Durch fachgerechte Instandsetzung, präzise mechanische Reparatur und saubere elektrische Arbeiten konnte die Baugruppe jedoch vollständig wiederhergestellt werden.